Fitness für die Augen

Augenmuskeln sind sehenswichtig

Die Augenmuskeln ermöglichen die Bewegung des Augapfels. Ohne exakte Augenbewegung wäre optimales Sehen nicht denkbar. Erst die Muskulatur ermöglicht es dem Auge mit schnellen synchronen Bewegungen die Umwelt abzutasten und die Krümmung der Augenlinse zu verändern, um in der Nähe und der Ferne scharf zu sehen.

 

Der Augenstress wächst

Die Anzahl der Menschen, die eine Sehhilfe benötigen ist in den vergangenen Jahrzehnten markant gestiegen. Das mag unterschiedliche Ursachen haben, ist aber mit grosser Wahrscheinlichkeit auch zunehmender Bildschirmarbeit und Nutzung vom Smartphones und Tablets geschuldet. Diverse Untersuchungen unterstreichen, dass das Starren auf Bildschirme verbunden mit zu wenig Bewegung zu vermehrter Kurzsichtigkeit führt. Besonders bei Kindern ist das ein wachsendes Problem.

Bildschirmarbeit, Stress, mangelnde Bewegung und unausgewogene Ernährung wirken sich insgesamt negativ auf die Gesundheit unserer Augen aus. Sie trocknen aus, tränen. röten sich, sind übermüdet, zucken oder produzieren verschwommene Bilder. Dabei ist es gar nicht so schwer, für einen Ausgleich zu sorgen und den Augen etwas Gutes zu tun. Täglich ein paar Minuten Augentraining helfen und sind im Gegensatz zu sportlichen Aktivitäten kein bisschen schweisstreibend.

 

Kleines Muskeltraining für die Augen

Weit nach rechts und weit nach links blicken, während der Kopf gerade bleibt und sich nicht bewegt. Dann nach oben und nach unten blicken und anschliessend die Augen kreisen lassen. Den Daumen etwa zehn Zentimeter entfernt vor die Augen halten und auf den Nagel oder das Gelenk fixieren. Die Übung wiederholen. So werden die innere Augenmuskulatur (Scharfstellen) und die äussere (Bewegung) trainiert.

Mehr Beweglichkeit für die Augen

Daumen etwa 20 bis 30 Zentimeter vor den Augen in willkürlichen, schnellen Bahnen durch die Luft bewegen und ihm dabei mit dem Blick folgen. Danach den Daumen vorm Gesicht fixieren. Daumen vom Körper wegschieben und wieder ranziehen während die Augen darauf fixiert bleiben.

 

Vier einfache Tipps, die Augen zu entspannen:

Augen lieben Abwechslung

Langandauerndes Schauen auf eine konstante Distanz, wie etwa der stundenlange Blick auf einen Bildschirm, strengt die Augen an und lässt sie ermüden. Wer zwischendurch in die Ferne schaut, zum Beispiel aus dem Fenster oder gelegentlich mit den Augen rollt, gönnt ihnen eine wohltuende Pause und Entspannung.

 

Massage

Leicht mit den Zeige- und Mittelfinger in kreisförmigen Bewegungen um die Augen klopfen. Anschliessend zuerst über die Augenbrauen, dann die Augeninnen- und –aussenwinkel streichen. Das regt die Durchblutung an und sorgt für Entspannung.

 

Augen abschirmen

Augen reagieren empfindlich auf Helligkeit und sind eng an das Nervensystem gekoppelt. Werden sie verdunkelt und zudem mit Wärme versorgt, wird das Signal «Entspannung» ans Gehirn gesendet. Mit einem kleinen Trick lässt sich das zunutze machen: Die Handflächen schnell und fest aneinander reiben, bis sie sich erwärmen, dann die Hände gewölbt für kurze Zeit über die geschlossenen Augen legen ohne die Augenlider zu berühren. Dieses sogenannte «Palmieren» wirkt Anspannung entgegen.

 

Blinzeln lockert den Blick

Die Augen für etwa eine Minute so schnell wie möglich öffnen und schliessen. Danach kurz geschlossen halten. Das lockert die Augenmuskulatur und befeuchtet die Augäpfel.

 

(Photo by Rhett Wesley on Unsplash)

 

Augentraining nach Dr. Bates, vorgesellt von Marvin Gerste

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