Sicherheit und Schutz beim Skifahren

Wintersport ist ein Riesenspaß und ein fantastisches Naturerlebnis. Die einen ziehen es vor, durch die weiße Ebene zu gleiten, andere stürzen sich lieber mit hoher Geschwindigkeit die Pisten herunter. Doch so schön solch ein Winterurlaub auch sein kann, er birgt seine Risiken. Jedes Jahr verunfallen laut Suva-Statistik durchschnittlich 66 000 Schweizer auf Pisten im In- und Ausland. Die Hälfte aller Skiunfälle ist auf Seh- und Wahrnehmungsfehler zurückzuführen, so die Arbeitsgemeinschaft Sicherheit im Sport (ASiS). Dies erstaunt nicht, wenn man sieht, dass erschreckend viele fehlsichtige Ski- und Snowboardfahrer entweder gar keine Brille bzw. Kontaktlinsen oder eine Brille nur unzureichender Korrektur tragen. Genau genommen lässt jeder dritte Freizeitskifahrer seine Sehhilfe, die er sonst im Alltag trägt, für die Piste zu Hause! Dies obwohl genau diese Fahrer oftmals gerne in schnellem Tempo über die Piste flitzen und aufgrund der schnellen Richtungswechsel beim Carving, den Bodenunebenheiten auf der Piste und der teilweise diffusen Lichtverhältnissen besonders gut sehen müssten.

Aber auch Nicht-Fehlsichtige sollten darauf achten, dass die Sonnenbrille oder Skibrille ihre Augen ausreichend schützt. Die ultravioletten Strahlen sind im Hochgebirge besonders aggressiv und die Reflexion, die durch den Schnee entsteht, verstärkt diese Wirkung erheblich. Dadurch kann die Netzhaut ausbleichen, die Umstellung von hell auf dunkel fällt immer schwerer, die Sehkraft ist deutlich gemindert. Nicht zu vergessen, dass eine speziell für den alpinen Skisport entwickelte Brille die Augen vor Fahrtwind, Kälte und Fremdkörpern schützt. Schmerzhafte Folgen einer Fahrt ohne optimale Sehhilfe, neben der ohnehin schon deutlich erhöhten Unfallgefahr, sind Lidkrämpfe, starker Tränenfluss und gerötete Bindehäute.

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