Wenn das Licht im Auge schmerzt

Licht tritt durch die Pupille in unser Auge. Die Pupille regelt bei viel Licht reflexartig die Engstellung und bei wenig Licht die Weitstellung. Es kann jedoch einen Augenblick dauern, bis die Netzhaut sich auf den plötzlichen Einfall von viel Licht um- bzw. eingestellt hat.

Es gibt Tage, wenn wir extrem müde sind, da kann morgens die Helligkeit schon mal schmerzen und die Augen beginnen zu tränen. Dies ist jedoch nur vorübergehend und die Symptome nach kurzer Zeit verschwunden. Träger von Kontaktlinsen kennen die Lichtempfindlichkeit oft auch. Ursache können verstärkt trockene Augen sein. Hier helfen Augentropfen, die Lichtempfindlichkeit einzudämmen. Schneeblindheit, Pflegemittel oder Kosmetik, die ins Auge gelangen, können ebenfalls kurzzeitig zu Lichtempfindlichkeit führen und Schmerzen verursachen.

Es gibt aber auch Menschen, die Sonnen- oder gar Tageslicht nicht ertragen. Bei ihnen löst das Licht, was übrigens auch von künstlichen Lichtquellen stammen kann, sogar tränende Augen, Kopfschmerzen und Übelkeit aus. Diese Menschen leiden unter einer sogenannten Photophobie, was wörtlich übersetzt «Angst vor Licht» bedeutet. Diese Krankheit ist selten. Die Ursache ist nicht in jedem Fall geklärt, meistens liegt aber eine Augenkrankheit oder eine neurologische Erkrankung zugrunde. Im seltensten Fall ist die Ursache sogar eine psychische Störung, wie beispielsweise eine Angsterkrankung. Wenn also jemand in Innenräumen nicht ohne Sonnenbrille sein kann, könnte eine Photophobie vorliegen und es sollte ein Arzt aufgesucht werden. Welcher Arzt bei dieser Krankheit konsultiert werden sollte, hängt von den Gesamtbeschwerden ab und ist entweder ein Augenarzt oder ein Neurologe.

Nicht zu verwechseln ist die Photophobie mit Tagblindheit oder einer ausgeprägten Licht- und Blendempfindlichkeit, sogenannter Lichtscheu. Über diese Themen berichten wir nächste Woche an dieser Stelle.

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