Was ist Funktionaloptometrie?

Funktionaloptometrie ist ein Teilgebiet der Augenoptik/der Optometrie und beschäftigt sich mit Funktionsstörungen, die bei gesunden Augen aufgrund eines gestörten Sehverhaltens oder einer fehlerhaften Sehentwicklung auftreten und so zu Problemen der visuellen Wahrnehmung führen. Dieses Fachgebiet wird je länger je gefragter, weil sich unsere Lebensweise und unser Sehen neuen Anforderungen anpassen muss und diese Änderungen in den Rahmenbedingungen zu schnell eintreten, als dass sich der Körper bzw. seine Entwicklung/Evolution dabei anpassen könnte. So sind viele Menschen schon von klein auf, mit Problemen der visuellen Wahrnehmung konfrontiert. Wie beispielsweise Anstrengungsbeschwerden, Kopfschmerzen, gerötete Augen, Lese-Rechtschreib-Schwächen, Ermüdungserscheinungen am Bildschirmarbeitsplatz und viele andere mehr.

Durch eine ganzheitliche Betrachtungsweise im Rahmen der Funktionaloptometrie wird die visuelle Situation mit vielen Funktionstests und einer gründlichen Erfragung der Vorgeschichte analysiert. Diejenigen Optometristen, die Erfahrung und Expertise in der Funktionaloptometrie aufweisen, gewinnen durch diese Analyse einen Gesamteindruck vom Problemkreis des jeweils Betroffenen. Ein spezielles Sehproblem wird dabei immer nur als Teil des Gesamtsystems Mensch betrachtet. Visuelle Probleme werden in der Funktionaloptometrie nicht immer durch ein Eingreifen an einer einzigen Stelle gelöst (z.B. durch die Verordnung eine Brille), sondern es muss vielmehr das Sehverhalten und auch gewisse Gewohnheiten insgesamt geändert werden (z.B. die Ergonomie, Beleuchtung, Arbeitsverlauf usw.)

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