Was ist Augenzittern und woher kommt es?

Das Augenzittern oder mit dem Fachausdruck Nystagmus kann eine erhebliche Einschränkung der Sehkraft hervorrufen. Meistens tritt dieses Zittern unerwartet auf und äussert sich in einem ruckartigen, meist horizontalen Hin- und Herbewegen der Augen im gleichen Rhythmus, ohne dass der Betroffene etwas dagegen tun kann.

Es gibt davon verschiedenen Formen und sie sind entweder angeboren oder treten plötzlich auf. Wird das Augenzittern angeboren, sucht das Auge ständig nach der Stellung, wo es ein scharfes Bild gäbe, aber ohne diese zu finden. Das Sehvermögen ist meistens stark eingeschränkt und wird auch bei einer erfolgreichen Behandlung des Nystagmus nicht wieder hergestellt.

Bei Erwachsenen tritt ein Nystagmus bei bestimmten Hirnschäden oder Hirnverletzungen auf und eine neurologische Untersuchung ist deshalb immer angezeigt. Nicht immer ist aber eine Hirnverletzung schuld, als Ursache werden auch Medikamente oder Schäden des Gleichgewichtsorgans in Betracht gezogen. Das scharfe Sehen ist auch hier meistens eingeschränkt durch ein "verwackeltes Bild", zudem stellt sich oft Schwindel ein oder sogar verstärktes Augenzittern, wenn der Betroffene versucht etwas zu fixieren und scharf zu sehen. Weitere Ursache können Vernarbungen der Netzhaut und Augenverletzungen sein. Nach der Beseitigung des Augenzitterns wird aber im Gegensatz zum angeborenen Nystagmus das gute Sehen wieder hergestellt. Abschliessend muss aber gesagt werden, dass das Augenzittern und seine Ursache noch nicht vollständig erforscht sind und nicht in jedem Fall, die Ursache bestimmt werden kann.

Es gibt ganz unterschiedliche Formen, die sich je nach Bewegungsrichtung, Auslöser und Ursache unterscheidet. Meistens bewegt sich das Auge horizontal, kann aber auch senkrecht oder sogar sich sogar in Rotationen bewegen. Typisch ist auch, dass sich das Auge meistens nur in eine  Richtung schnell bewegt und dann langsam in die andere Richtung zurück.

Behandlung
Beim Untersuch wird er Augenarzt eine spezielle Brille aufsetzen, mit der der Patient nichts mehr scharf sehen und dadurch nichts mehr fixieren kann. Der Arzt kann deshalb die Augenbewegungen besser beurteilen. Das Ziel jeglicher Behandlung ist die Verbesserung der Sehstärke. Meistens kann eine Operation am Augenmuskel oder sogar das Spritzen von Botox das Ausmass des Zittern vermindern. Die medikamentöse Behandlung z.B. durch Parkinson-Medikamente ist umstritten. Grosses Augenmerk muss auf die Behandlung der Ursache gelegt werden und deshalb mit einer sorgfältigen Anamnese herausgefunden werden, wie und wann es das erste Mal auftritt und was ursächlich sein könnte.

 

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