Umgang mit den digitalen Geräte fördern "Aufschieberitis" und Sehstress

Fast jeder besitzt heute mehrere digitale Geräte und viele Menschen verbringen fast den ganzen Tag davor. Morgens lesen sie beim Frühstück oder auf dem Weg zur Arbeit die Zeitung auf dem Tablet oder Smartphone, arbeiten dann im Büro 8-9 Stunden am PC, checken auf dem Heimweg die sozialen Medien oder private Nachrichten, chatten oder benutzen Facetime. Abends flimmert dann noch für zwei bis drei Stunden der Fernseher. Nach dem letzten Check auf dem Smartphone schlafen sie ein. Erkennen Sie sich wieder? Sie sind bei weitem kein Einzelfall sondern in guter Gesellschaft. Schon Kinder besitzen ihre eigenen Smartphones oder Tablets, benutzen einen Computer und schauen fern. Das Fernsehschauen verliert bei der Jugend zwar an Bedeutung, wo doch Youtube und andere Streamingdienste mit Videos locken. Nichtsdestotrotz hat unser Medienkonsum Auswirkungen auf unser Gedächtnis und unsere Augen.

Seit Aufkommen der digitalen Medien forscht die Wissenschaft nicht nur an der Veränderung für unser Arbeits- und Gesellschaftsleben, sondern sie haben auch herausgefunden, dass die digitalen Gewohnheiten unser Arbeitsgedächtnis verändern und sogar belasten können. Unser Arbeitsgedächtnis könne die zahlreichen Informationen gar nicht alle gleichzeitig verarbeiten und sei so komplett überlastet, warnen sie. Diese neuen Gewohnheiten führen zu Unkonzentriertheit und verhindere, dass wir in einen vertieften Arbeitsmodus geraten, bzw. kaum mehr Phasen haben, wo wir uns ausschliesslich um eine einzige Arbeit kümmern. Weil wir ständig online seinen, wären wir permanent abgelenkt, weil unser Hirn nicht fähig sei multitasking zu funktionieren. 

Können Sie dem beipflichten? Ist es bei Ihnen auch so, dass wenn sie eine unangenehme Arbeit machen sollten, schnell mal auf Facebook, Twitter oder Instagram vorbeisurfen? Oder schauen Sie jeweils sofort nach wenn eine E-mail oder eine Whatsapp-Nachricht hereinkommt? Es braucht viel Disziplin diesen Versuchungen nicht nachzugeben, nicht wahr? Aber sie öffnen der Aufschieberitis Tür und Toren. Denn durch die ständigen Unterbrechungen, verlieren sie schnell den Faden und brauchen deshalb mehr Zeit, die Aufgaben zu erledigen. Hinzu kommt, dass der ständige Medienwechsel auch viel Energie kostet, betonen die Wissenschaftler. Die Erschöpfung tritt früher ein, als wenn sie sich an feste Zeiten halten, wo sie E-Mails und andere Medien checken. Ein weiteres Problem sei die Folgewirkung. Wenn sie weniger Aufgaben geschafft haben, als geplant sind sie abends weniger entspannt und leicht unzufrieden. Wer es aber schaffen würde, den Gebrauch zeitlich zu bündeln, kann effektiver und effizienter arbeiten und mit einem guten Gefühl nach Hause gehen. Wissenschaftler proklamiere deshalb einen sorgsamen Umgang mit den Medien.

 

Ein ganz anderes Problem sind unsere Augen, die nicht für die kleinen Bildschirme gemacht sind.

Augenoptiker und Ärzte warnen vom digitalen Sehstress. Bis zu 80 Mal pro Tag schaut ein Nutzer auf sein Smartphone. Dies überlastet nicht nur sein Arbeitsgedächtnis, sondern auch die Augen. Hinzu kommt das Blaulicht, das von diesen Geräten ausgeht, das uns abends schlechter einschlafen lässt und dessen Auswirkung auf unsere Augen in einer Langzeitbetrachtung noch nicht ganz geklärt sind. Bereits seit längerem gibt es aber spezielle Brillengläser, die den Blauanteil herausfiltern und/oder auf die speziellen Distanzen zu PC oder Smartphone ausgerichtet sind und die Augen entlasten. 

Fragen Sie dazu bei Ihrem Gesundheitsoptiker nach.

 

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