Stress verschlechtert die Sehkraft

Stress ist eigentlich ein Überlebenseffekt, der reflexartig eintritt. Trifft der Mensch in Urzeiten auf einen Bären, gelangt über das Sinnesorgan "Auge" die Information über Stressoren in das Grosshirn und ins limbische System. Botenstoffe übermitteln die Informationen weiter an die Organe. Weiter wird unter anderem das Stresshormon Adrenalin ausgeschüttet. Dieses stellt innert  Sekundenbruchteilen Energie frei, damit der Mensch kämpfen oder fliehen kann.

 Die Atemfrequenz steigt an, um die Sauerstoffzufuhr zu erhöhen, gleichzeitig steigt der Blutdruck, damit die Muskeln mehr sauerstoffangereichertes Blut erhalten. Alles ist in Alarmbereitschaft. Während dieser Zeitspanne sind andere Körperfunktionen, die akut weniger wichtig sind, unterdrückt. So z.B. ist der Mensch sehr fokussiert und konzentriert, die generelle Wahrnehmung und das Denken aber eingeschränkt.

 Sobald die Stresssituation vorüber ist, normalisiert sich der Blutdruck und die Atmung wieder und die Körperfunktionen nehmen ihren Dienst wieder auf. Treten solche Stresssituationen häufig auf, werden die Erholungsphasen immer kürzer, bis sie gar nicht mehr eintreten. Der Mensch fühlt sich im Dauerstress und dieser Dauerstress macht krank. Neben psychischen Symptomen wie Depressionen, Angst und Burn-out fallen die körperlichen Symptome wie Nervosität, Konzentrations-, Verdauungs- und Schlafproblemen, Tinnitus, Müdigkeit, chronischen Kopfschmerzen aber auch Anfälligkeit für Erkältungen, Herpes etc. ins Gewicht. Ist die Person dann auch noch genetisch veranlagt, besteht das Risiko unter Bluthochdruck zu erkranken, was nicht zuletzt auch der Netzhaut und den Sehnerven schadet, wird er nicht behandelt.

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