Strassensicherheit ist nicht nur eine Frage von gutem Sehen

Sich im Strassenverkehr sicher zu bewegen, ist anspruchsvoll und stellt höchste Ansprüche an gutes Sehen und an die eigene Aufmerksamkeit. Dies gilt nicht nur für Auto- oder Motorradfahrer, sondern auch für Velofahrer und Fussgänger.

Scharf sehen ist das eine. Sobald jemand nämlich nicht mehr scharf sieht, kann dies Auswirkungen auf die Reaktionsfähigkeit haben, wie jüngste Studien belegen. Im Strassenverkehr gilt es zum anderen aber auch, den Überblick zu behalten, so dass die Sehschärfe nicht die einzige Bedingung ist, um sich sicher im Strassenverkehr zu bewegen und im eigentlichen Sinne gut zu sehen.

Ein Gesundheitsoptiker wird deshalb - neben der Sehschärfe - immer verschiedene Sehfunktionen testen, die im Strassenverkehr wichtig sind. So wird er unter anderem das Dämmerungs- und das Kontrastsehen prüfen, welches beim Fahren in der Dunkelheit für das Sicherheitsempfinden von grösserer Bedeutung ist als die reine Sehschärfe. Auch die Bewegungswahrnehmung ist in dämmrigen und diffusen Lichtverhältnissen ein entscheidendes Kriterium dafür, wie sicher sich jemand im Strassenverkehr bewegt und hat indirekt Einfluss auf eine schnelle Reaktionsfähigkeit. Weiter sind in diesem Zusammenhang auch die Grösse bzw. die Breite des Gesichtsfeldes wichtig und die aktive Augenbeweglichkeit. So sind deshalb je nach Situation, Tageszeit und Witterung andere Augenfunktionen gefragt.

Diese Funktionen regelmässig überprüfen zu lassen, ist für ihre Strassensicherheit und ihr Wohlbefinden auch in hektischem Strassenalltag von grosser Wichtigkeit und wird vom Gesundheitsoptiker wärmstens empfohlen. Und zwar unabhängig davon, ob sie bereits eine Brille tragen oder nicht. Der Spezialist wird sie gerne zu speziellen Brillengläsern beraten, die ihre Augen entlasten, sollten sie viel Zeit im Strassenverkehr verbringen und oft auch abends unterwegs sein. Viele Menschen fühlen sich in der Dunkelheit bei starker Blendung, wenn es beispielsweise nachts regnet, unwohl und dieses Gefühl verstärkt sich mit den Jahren, auch wenn sie ansonsten exzellent sehen. Dies kann nämlich durchaus unabhängig von ihrer Sehschärfe der Fall sein, weil beispielsweise im Alter die Blendempfindlichkeit in der Regel zu- und das Kontrastsehen abnimmt.

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