Jedes Kind freut sich über neues Spielzeug, besonders zu Weihnachten. Doch gerade in dieser Zeit häufen sich Unfälle, bei denen harmlose Spielsachen zur Gefahr für die Augen werden. Ein Moment der Unachtsamkeit reicht – und aus Spass wird schnell Ernst. 

Gefahr durch unterschätzte Spielsachen

Viele Augenverletzungen entstehen, weil Spielzeug nicht auf die Empfindlichkeit der Augen ausgelegt ist. Besonders häufig betroffen sind sogenannte Schiess-Spielzeuge, etwa mit Pfeilen, Kugeln oder anderen Projektilen. Schon Spielzeuge mit scheinbar harmloser Reichweite können schwere Schäden verursachen, vor allem wenn Kinder eng beieinander spielen oder ihre Reaktionsfähigkeit noch nicht ausgereift ist.

Aber auch ferngesteuerte Fahrzeuge, Drohnen oder Baukästen mit scharfen Kanten bergen Risiken. Gerade bei kleinen Kindern ist das Auge aufgrund ihrer niedrigen Körpergrösse besonders gefährdet. Oft reicht ein unkontrollierter Bewegungsablauf – und ein Spielzeugteil trifft ins Auge.

Tipp: Bei Unsicherheit, welche Verletzungen ärztlich abgeklärt werden sollten, finden Sie im Artikel «Augenverletzungen – wann zum Arzt?» praktische Hinweise für das richtige Vorgehen im Notfall.

Altersgerechte Auswahl und wachsame Aufsicht

Die beste Prävention beginnt schon beim Einkauf: Wählen Sie Spielzeug stets entsprechend dem empfohlenen Alter aus. Spielsachen, die für ältere Kinder entwickelt wurden, sind für Jüngere oft ungeeignet – sei es wegen scharfer Teile, hoher Kräfte oder kleiner, verschluckbarer Elemente.

Achten Sie bei der Auswahl auf die Altersangaben und überlegen Sie: Ist das Spielzeug wirklich passend für die Fähigkeiten meines Kindes? Besonders bei jüngeren Kindern zahlt sich eine wachsame Aufsicht aus. Beobachten Sie das Spiel, greifen Sie ein, wenn sich riskante Situationen entwickeln, und erklären Sie verständlich, warum manche Spiele gefährlich sein können.

Schutzmassnahmen, die wirklich helfen

Nicht alle Risiken lassen sich ausschliessen. Doch mit wenigen Massnahmen können Sie die Augen Ihres Kindes deutlich besser schützen. Bei Spielen mit Blasrohren, Pfeil-und-Bogen-Sets oder Spielzeugpistolen bieten Schutzbrillen einen effektiven Schutz vor Verletzungen. Solche Brillen sind im Sport- oder Baumarkt erhältlich und können unkompliziert beim Spielen aufgesetzt werden.

Tipp: Gesundheitsoptikerinnen und Gesundheitsoptiker beraten Sie gerne dazu, welche Schutzbrillen für welche Altersgruppen und Spiele geeignet sind. Lassen Sie sich direkt vor Ort zeigen, welche Modelle zu den Bedürfnissen Ihres Kindes passen.

Selbst bei aller Vorsicht kann ein Unfall passieren. Wenn Sie bemerken, dass Ihr Kind nach einem Schlag, einer Prellung oder dem Kontakt mit einem Fremdkörper am Auge Beschwerden hat, handeln Sie rasch. Eine schnelle ärztliche Abklärung hilft, bleibende Schäden zu verhindern.

Für alle Fragen rund um Augenschutz und sicheres Spielzeug stehen Ihnen spezialisierte Gesundheitsoptiker in der ganzen Schweiz zur Seite.

Vereinbaren Sie eine individuelle Beratung bei einer Gesundheitsoptikerin oder einem Gesundheitsoptiker in Ihrer Nähe. Dort erfahren Sie, wie Sie Ihr Kind beim Spielen optimal schützen – und welche Schutzbrillen sich besonders bewährt haben.