Karotten essen und Brille vermeiden?

Ostern steht bald vor der Türe. Vielleicht planen Sie ein Fest mit der Familie. Zusammensitzen und gut essen gehört bei den meisten zum Festtagsprogramm. Passend dazu wollen wir der Frage nachgehen, ob Rüebli essen wirklich einen positiven Einfluss auf unsere Sehleistung hat.

Der Gesundheitsoptiker stimmt dem Ganzen nur bedingt zu. "Durch den Verzehr von Karotten kann eine Fehlsichtigkeit nicht verhindert oder korrigiert werden", erklärt er.

In wissenschaftlichen Studien gäbe es zwar Anhaltspunkte dafür, dass Erwachsene durch eine gesunde Ernährung mit Gemüse wie Broccoli oder Fisch mit bestimmten Fettsäuren einer Netzhautzerkrankung vorbeugen könnten. Trotzdem kann durch den Verzehr von Karotten eine Fehlsichtigkeit weder verhindert noch korrigiert werden. Das ist Karotten enthaltene Vitamin A ist gut und wichtig für vieles. Schon in den ersten Wochen im Mutterleib, lässt das Vitamin A die Nervenzellen wachsen und hält die Zellen gesund. Das ist speziell in der Netzhaut bei ihren Sinneszellen wichtig, weil Vitamin A dort das Licht in Nervenimpulse für das Gehirn umgewandelt wird. Karotten enthalten auch Betacarotin, eine Vorstufe von Vitamin A, das zumindest zur Unterscheidung von hell und dunkel wichtig ist.

Es ist darum schon so, dass bei Vitamin A-Mangel, wie das in Entwicklungsländern oft der Fall ist, Kinder erblinden. Aber hier in der westlichen Welt ist solch ein starker Mangel nicht möglich und z.B. bei Nachtblindheit sind Gendefekte verantwortlich.

Durch viel Vitamin A lässt sich aber die Sehschärfe nicht verbessern. Dies konnte bislang keine Studie nachweisen. Klassische Kurzsichtigkeit entsteht durch einen Brechungsfehler des Lichts im Augapfel, bzw. wenn der Augapfel zu lange ist.

 

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