Lichtscheu

Bei diversen Augenkrankheiten ist die Blendempfindlichkeit höher als normal. Kontaktlinsenträger oder Frauen in der Menopause kennen das Phänomen der erhöhten Blendempfindlichkeit im Zusammenhang mit trockenen Augen. Aber auch die Trübung der Linse bei grauem Star und dem damit entstehenden Streulicht verstärkt das Blenden. Menschen mit einer Tagblindheit, die zwar sehr selten ist und angeboren, leiden an starker Blendempfindlichkeit und gleichzeitig mit stark verringerter Sehstärke. Tagblinde Personen können zudem keine Farben wahrnehmen. Bei der sogenannten Achromasie können sie nur hell und dunkel wahrnehmen.

Aber auch entzündete Augen bei einer Horn- oder Bindehautentzündung reagieren empfindlich auf Licht. Lichtscheu begleitet auch einige neurologische Krankheiten wie beispielsweise Migräne, wo die Reizverarbeitung im Gehirn verändert ist. Dabei sind Signalstoffe, die bei Entzündungen ebenfalls eine Rolle spielen und die Durchblutung im Kopf beeinflussen mit dabei. Lichtscheu kommt aber auch bei anderen Kopfschmerzkrankheiten vor. Bei erhöhter Geräuschempfindlichkeit kann ebenfalls eine Lichtscheu einhergehen. Teilweise ist Lichtscheu, auch eine Reaktion auf Pflegemittel, die nicht vertragen werden.

Ganz andere Symptome kommen bei der Hirnhautentzündung zur Lichtscheu hinzu. Ähnlich wie bei einer Grippe leidet der Betroffene zusätzlich unter Benommenheit, Kopf- und Gliederschmerzen, Fieber und allenfalls Krämpfen. Schwerwiegend sind die Symptome bei Tumoren der Hirnanhangdrüse. Mögliche Hinweise sind neben der Lichtscheu, Gesichtsfeldausfälle, Sehstörungen und je nach Hormonbildung Fetteinlagerungen am Rumpf und zwischen den Schultern, Veränderung der Körperbehaarung, Zyklusstörungen und einigem mehr. Auch beim chronischen Müdigkeitssyndrom treten Lichtscheu, Geräuschempfindlichkeit, Muskel- und Gelenkschmerzen sowie Schlafstörungen und Depressionen auf.

Zurück