Gut geschützt gegen Pollen?

Der regenarme Frühling und der milde Winter liess die Pollenkonzentration stark ansteigen. So leiden derzeit besonders viele unter einer starken allergischen Reaktion, die mitunter auch Menschen treffen kann, die bislang keine Pollenallergie hatten.

Weitere Gründe liegen in der Feinstaubbelastung, die in den Städten bis zu dreimal höher sein kann als auf dem Land. Der Feinstaub, Stickoxide und Ozon lässt sich auf den Pollen nieder und wird mit diesen eingeatmet. Pollen mit Schadstoffen weisen eine höhere Einweissentwicklung auf und auf diese Eiweisse reagieren Allergiker. Eine starke Atemwegsreizung ist die Folge. 

Studien belegen, dass Allergiker die eine grosse gut deckende Sonnenbrille tragen, 90% weniger Antihistaminikia (Wirkstoff mit antiallergischen Eigenschaften) benötigen. Ärzte und Gesundheitsoptiker raten, wenn die Bindehaut anhaltend gereizt ist, unbedingt abzuklären, ob es eine allergisch bedingte Reaktion ist. Da sich sonst daraus ein chronisches Leiden entwickeln könnte, sollte man solche Bindehautreizungen nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Weitere Massnahmen, damit Poollengeplagte besser durch den Frühling kommen:

  • Kleider, die sie am nächsten Tag wieder tragen wollen, nicht im Freien lüften und nicht im Schlafzimmer aufhängen. Am Besten die Kleider im Badezimmer oder Waschküche ausziehen und dort über Nacht aufhängen. Der allergiefreie Partner sollte dies ebenfalls so handhaben.
  • Nachts die Fenster geschlossen halten. Auch beim Autofahren die Fenster geschlossen halten.
  • Stadtbewohner sollten zwischen 6.00 und 8.00 lüften und Landbewohner am Besten zwischen 20.00 und 24.00. Dann besteht nämlich jeweils die geringste Pollenkonzentration in der Luft. Bei starkem Wind fliegen die Pollen allerdings rund um die Uhr. Dann wenn möglich aufs Lüften verzichten.
  • Häufiges Staubsaugen, am Besten mit einem geeigneten Staubsauger, wo Pollen nicht wieder durch den Beutel in die Umgebung geschleudert werden.
  • Am Abend die Haare waschen und duschen. Damit vermeiden sie, dass Pollen auf dem Kopfkissen landen können, die sie wieder einatmen.
    Bettwäsche häufiger wechseln als üblich.
  • Vermeiden sie Tätigkeiten wie Rasenmähen etc.
  • Vermeiden sie generell anstrengende Tätigkeiten im Freien. Dabei werden zu viele Pollen eingeatmet und heftige allergische Reaktionen könnten der Fall sein. Wenn sie nicht auf Sport verzichten wollen, machen sie Indoor-Sport (Fitness-Studio, Tennis/Squash oder Hallenbad etc.)
  • Verreisen Sie, wenn die Pollen fliegen. In den Bergen oberhalb von 2000m, am Meer oder in der Wüste ist die Luft fast pollenfrei.
  • Vorsicht bei Kreuzallergien: Wer z.B. auf Birke und Haselnuss allergisch reagiert, verträgt in dieser Zeit oft auch keine rohen Karotten, Äpfel oder Nüsse. Gräserpollen-Allergiker reagieren zudem auf Paprika und Petersilie. Werden diese aber erhitzt oder eingefroren, dann werden die Allergene zerstört und stellen kein Problem mehr dar.
  • Und zu guter Letzt, geniessen sie ausgedehnte Spaziergänge - für einmal - im Regen!

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