Fata Morgana - keine Hirngespinste

Eine Fata Morgana ist nichts Übernatürliches, sondern eine Spiegelung von etwas, was wirklich existiert. So handelt es sich dabei auch nicht um eine optische Täuschung, sondern um ein physikalisches Phänomen. Im Sommer lässt sich dies auch bei uns beobachten. Flimmernde Luft über dem Asphalt haben Sie sicher schon gesehen. Manchmal hat es vielleicht dann sogar ausgesehen, wie wenn auf der Strasse eine Wasserpfütze läge. Oder Sie konnten nicht mehr unterscheiden, wo der Hügel aufhört und wo die Seeoberfläche anfängt, wenn Sie in die Ferne geschaut haben. Am häufigsten lassen sich Fata Morganas über den Strassen im Hochsommer beobachten. Auf dem heissen Asphalt steigt die warme Luft auf und trifft dann auf kühlere Luftschichten. Zwischen den kühleren und den heissen Luftschichten wird das Sonnenlicht in alle möglichen Richtungen weggebrochen. Diese Lichtbrechungen sehen wie Wasserpfützen aus, in denen sich Dinge spiegeln. Fata Morganas lassen sich in der Wüste, im Gegensatz zur Bodennähe hier, in luftiger Höhe antreffen, wo ebenfalls heisse auf kalte Luft trifft.

 Fata Morgana ist im Übrigen kein arabischer Begriff, sondern er kommt aus dem Italienischen und bedeutet «Fee Morgana». Sie war eine Figur aus der mittelalterlichen Sagenwelt und wohnte auf einer unerreichbaren Insel, die niemals jemand betreten wird. Weil eben diese Insel eine Luftspiegelung war, die häufig zwischen der Meeresenge vom Festland und der Insel Sizilien zu sehen war. Aber auch in anderen Meeren gibt/gab es solche Fata Morganas, so dass in der Seemannssprache die Rede vom «Fliegenden Holländer» ist. Ein Begriff, der in einer Oper Karriere gemacht hat und auch als Geisterschiff bei «Pirates of the Caribbean».

Wir wissen jetzt, diese Phänomene sind nicht gespenstig oder ausserirdisch, sondern optisch-physikalisch!

Mehr Infos zur Entdeckung des Phänomens und schönen Bildern von Fata Morganas unter https://youtu.be/cIRDjqYxGts

 

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