Erste Hilfe bei Fremdkörpern im Auge

Augen sind von der Natur so entwickelt, dass sie in der Regel Fremdkörper abhalten ins Auge zu gelangen und somit das Auge schützen. Die Wimpern beispielsweise halten Schweiss zurück, so dass dieser nicht ungehindert in die Augen gelangen kann. Weiter verfügt das Auge über den Schutzmechanismus, dass sich, sobald etwas in die nähere Augenumgebung kommt, sich das Augenlid blitzartig schliesst.

Aber es gibt immer noch zahlreiche Situationen, wo dies alles nicht ausreicht und trotzdem ein Fremdkörper ins Auge gelangt. Das kann sehr unangenehm sein, weil die Hornhaut von winzigen Nervenfasern durchzogen ist.  Ein Fremdkörper kann deshalb Schmerzen bereiten und das Auge wird rot und beginnt zu tränen.

Wenn es sich um einen harmlosen und sehr kleinen Fremdkörper handelt, wie beispielsweise ein Staubkorn, dann wird dieser durch die Tränenflüssigkeit ausgespült.  Bei etwas grösseren aber  harmlosen Fremdkörpern, wie bei einer kleinen Mücke oder einer Wimper, kann diese mit gezieltem gegen die Nase streichen, aus dem inneren Augenwinkel gerieben werden.

Es gibt aber auch Fremdkörper, die zwar klein, aber nicht ganz harmlos sind. Dazu gehören alle scharfkantigen Fremdkörper, wie beispielsweise Glassplitter oder feinste Metallspäne. Hier sollte Augenreiben vermieden werden, weil Augenreiben zu Kratzern auf der Oberfläche der Hornhaut führen kann. Man nennt dies auch Hornhauterosion, die man oftmals mit blossem Auge nicht erkennen kann. Die Kratzer fühlen sich an, als würde etwas im Auge stecken.  Lichtempfindlichkeit und leicht verschwommenes Sehen können auftreten. Normalerweise heilen diese Kratzer aber nach dem Entfernen des Fremdkörpers innert wenigen Stunden oder Tagen.

Wie entfernt man solche hartkantigen Fremdkörper?

Hilft Tränen und Blinzeln nicht, können Sie versuchen das Auge zu spülen. Versteckt sich der Fremdkörper unter dem Augenlid, sollte eine andere Person versuchen, mit einem sauberen Tuch den Fremdkörper herauszutupfen. Steckt dieser fest, sollte er nicht entfernt werden, sondern sofort der Augenarzt aufgesucht oder sogar der Notfall gerufen werden, um Sie abzuholen. Bei Chemikalen sollte sofort mit viel Wasser gespült werden und der Notfall gerufen werden.

Wenn es nach vier oder fünf Tagen nicht besser ist, sollte man vorsichtshalber einen Augenspezialisten aufsuchen. Ein Augenarzt-Besuch empfiehlt sich dringend, wenn das Auge sich verändert, stark schmerzt, rot bleibt, blutet oder sonstige Flüssigkeiten abfliessen.

Vorsicht ist besser als Nachsicht! Schützen Sie ihre Augen bei Über-Kopf-Tätigkeiten, Sport und Haus- und Gartenarbeiten mit Arbeitsbrillen, Schutzbrillen, Sonnenbrillen…

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